Was hat die Astronomie mit den Muslimen zu tun?

Die Astronomie („Beobachtung der Sterne“) gilt als eine der ältesten und spannendsten Wissenschaften überhaupt. Schon lange bevor die berühmten Wissenschaftler Nicolaus Kopernikus oder Galileo Galilei ihre Arbeiten vorstellten, versuchten die Menschen, durch die Beobachtung des Sternenhimmels die Welt um sich herum zu verstehen.

Als sich der Islam von Arabien aus über Asien, Afrika bis nach Europa ausbreitete, kamen die Muslime in Berührung mit vielen verschiedenen Kulturen und deren Wissen. Da jeder Muslim verpflichtet ist, nach Wissen zu streben, nahmen sie diese mit Freude an. Besonders interessant waren die Kenntnisse über Zeitmessung und Orientierung, die für das ordnungsgemäße Fasten und Beten wichtig waren. Sie entwickelten das Wissen weiter und brachten viele hervorragende Astronomen hervor. So tragen bis heute viele Sterne arabische Namen, beispielsweise die Hauptsterne im Sternbild des Großen Bären (= Großer Wagen).

Unter den Gelehrten der Astronomie wurde auch eine Frau bekannt. Ihr Name war Mariam al Ijiliya. Sie lebte im 10. Jahrhundert in Aleppo (Syrien). Das Handwerk lernte sie von ihrem Vater, der ein bekannter Astrolabium–Hersteller in Bagdad war. So bekam sie auch ihren Beinamen „al Astrolabi“. Das Astrolabium ist ein ziemlich tolles Gerät. Damals war es so etwas wie heute ein Computer. Unsere Heldin Mariam schaffte es, dieses Gerät noch zu verbessern.

Ein Astrolabium besteht aus mehreren zusammengesetzten drehbaren Scheiben. Auf den Scheiben ist sowohl der Himmel mit Sternen und Koordinaten dargestellt, als auch eine Skala mit Stundeneinteilungen. Mit Hilfe des Astrolabiums kann man anhand der Positionen der Sterne die Uhrzeit bestimmen, oder aber die Himmelsrichtung. Somit war dieses Gerät ein Vorgänger von Uhren, Kompassen, Navigatoren usw.

Heute findet man Astrolabien nur in Museen. Sie sind von fast unbezahlbarem Wert.

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